Das Wochenende fing eigentlich am Samstag noch recht ruhig an. Ich bin um kurz vor elf aufgestanden und dann in die Stadt zum Einkaufen gefahren. Als erstes habe ich mir im Sport-Point eine Thermohose gekauft. Ich werde nämlich Mitte Februar einen Tag mit Ina nach Österreich zum Skifahren fahren. Danach bin ich in den Supermarkt um für das Essen am Abend einzukaufen. (bis hier war es immer noch ruhig)
Am Nachmittag kam der Freund meiner Mitbewohnerin von Würzburg mit einem Tragschrauber her geflogen. Und wir wollten Abends zusammen kochen. Es sollte “Würstchen im Schlafrock” mit Salat geben. Das habe ich in einem Kochbuch von Jamie Oliver gefunden. Der hat immer ausgefallene und einfache Gerichte, die auch fast immer gelingen. Aber “Würstchen im Schlafrock” empfehle ich niemanden mit einem Gasherd. Nachdem die Würstchen in der Form gebacken waren habe ich den Teig dazu gegeben und die Tür wieder verschlossen. Im Kochbuch steht, dass es an dieser Stelle evtl. etwas Spritzen könnte…. ETWAS?!? Als ich das nächste Mal den Ofen öffnete schlugen mir Flammen entgegen weil sich das „etwas“ spritzende Fett an den Gas-Flammen entzündet hatte. Ich konnte dann noch todesmutig das Essen vor den Flammen und der Verkohlung retten bevor ich den Ofen, der mittlerweile eher wie ein Kamen aussah mit einem Handtuch gelöscht habe. Das Essen an sich hat dann aber dennoch gut geschmeckt, bis auf die Tatsache, dass es ein wenig unangenehm in der Küche gerochen hat.
Am nächsten Morgen wurde ich dann etwas unsanft durch Gepolter an meiner Tür geweckt was mich darauf aufmerksam machte, dass ich jetzt aufstehen sollte wenn ich eine Runde Tragschrauber fliegen wollte. … 5 Minute später stand ich fertig angezogen (mit meiner neuen Termohose) vor der Tür und wir (Carolin, Thorsten und ich) liefen Richtung Bahnhof. Dort erfuhren wir dann von der netten Schalterdame, dass Sonntags nur alle 2 Stunden ein Zug Richtung Reichesheim geht. Also habe wir kurzerhand ein Taxi zum Flugplatz genommen. Nach einer längeren Verhandlung mit dem Fahrer waren wir dann auch mit 5 Euro dabei
. Und eine halbe Stunde später war ich dann mit einem der 13 in Deutschland zugelassenen Tragschrauber in der Luft. Das ist so ähnlich wie ein Hubschrauber nur ohne Kanzel und eben andere Flugtechnik. Das war mal cool (besonder die Finger). Wir sind von Reichelsheim in Richtung Feldberg los und über Bad Nauheim und Friedberg wieder zurück geflogen. Ich hab sogar meine Bude von oben gesehen (leicht zu erkennen an der Rauchwolken die aus der Küche aufstiegen) . War leider nur ein kurzer Flug da Thorsten noch vor der Dunkelheit in Würzburg landen musste.

Nach einer kurzen Aufwärmpause im Flugplatz-Cafe machten Carolin und ich uns dann zu Fuß auf den Heimweg (Nachdem wir festgestellt hatte, dass Sonntags hier keine Busse fahren). Irgendwie hatte der Weg mir dem Taxi nicht so weit ausgesehen. Aber 1 ½ Stunden und 10km später waren wir froh von einer netten Dame mit nach Friedberg zurückgenommen zu werden. Dort haben wir uns dann nochmal in einem Cafe gestärkt bevor wir den restlichen Rückweg von der Innenstadt bis in unsere Bude in Angriff genommen haben.
Wenn ich jetzt so darüber nachdenke habe ich das WE nicht viel gemacht… nur ein bissel die Küche angebrannt und später mit einem Tragschrauber drüber geflogen.
Jester
(Der Ofen lebt übrigens noch… auch wenn er eine ganze Flasche Backofen-Spray verschlungen hat)